Animation Abend Mai 2002:
Treffen wir die unrealistische Annahme, dass es vom 20. April 2002 bis zum 1. Mai mitten in Deutschland dauernd schönes Wetter wäre. Jeden Tag um Punkt 22:30 wurde ein Foto Richtung Westen gemacht. Alle Fotos werden nun zu einem Film kombiniert, der als Simulation in der Graphik rechts zu sehen ist. Zunächst fällt auf, dass die meisten Sterne im Untergang begriffen sind. So wie man es am Abend Richtung Westen gut beobachten kann. Hätte man an einem schönen Abend alle 4 Minuten ein Foto geschossen würden alle Sterne diese Untergangsbewegung zeigen, da sich die Erde um die eigene Achse dreht.
Nun wurden die (simulierten) Bilder nicht an einem Abend geschossen, sondern pro Tag nur eine Aufnahme. Der in der Animation festgehaltene Untergang der Sterne kommt durch die Bewegung der Erde um die Sonne zustande.
Fünf Sterne im Bild machen diese Bewegung nicht mit. Sie liegen mehr oder weniger in einer Diagonalen von links oben nach rechts unten. Man erkennt sie daran, dass diese Sterne sich relativ zu den anderen im Laufe der Tage bewegen. Schon die alten Griechen kannten diese Sterne, die sich nicht wie alle anderen Verhielten und nannten sie die Wandersterne, die Planeten. Im Mai versammeln sich alle von blossem Auge problemlos erkennbaren Planeten am Abendhimmel Richtung Westen. Zu Beginn der Animation von Links oben nach rechts unten: Jupiter, Saturn, Mars, Venus, Merur. Der graue Punkt, der einmal durch das Bild huscht, symbolisiert den Mond.