Planetenkalender 2002
Die fünf, der Menschheit schon seit der Antike bekannten Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn gehören zu den am leichtesten beobachtbaren Objekten und gleichzeitig auch zu dem Faszinierendsten des Sternenhimmels. In diesem Kalender sind die wichtigsten Termine für Planetenbeobachter zusammengefasst.
Kalender der Planeten
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01. Januar |
Jupiter in Opposition |
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11. Januar |
Merkur in grösster östlicher Elongation (Abenddämmerung) |
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14. Januar |
Venus in oberer Konjunktion mit der Sonne |
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27. Januar |
Merkur in unterer Konjunktion mit der Sonne |
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28. Januar |
Neptun in Konjunktion mit der Sonne |
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13. Februar |
Uranus in Konjunktion mit der Sonne |
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21. Februar |
Merkur in grösster westlicher Elongation (Morgendämmerung) |
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23. Februar |
Mond bedeckt Jupiter um ca. 03 Uhr 50 (1) |
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07. April |
Merkur in oberer Konjunktion mit der Sonne |
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16. April |
Mond bedeckt Saturn ab ca. 22 Uhr 50 Sommerzeit (2) |
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04. Mai |
Merkur in grösster östlicher Elongation (Abenddämmerung) |
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27. Mai |
Merkur in unterer Konjunktion mit der Sonne |
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21. Juni |
Merkur in grösster westlicher Elongation (Morgendämmerung) |
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20. Juli |
Jupiter in Konjunktion mit der Sonne |
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21.Juli |
Merkur in oberer Konjunktion mit der Sonne |
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02. August |
Neptun in Opposition zur Sonne |
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10. August |
Mars in Konjunktion mit der Sonne |
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20. August |
Uranus in Opposition zur Sonne |
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01. September |
Merkur in grösster östlicher Elongation (Abenddämmerung) |
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26. September |
Venus am hellsten als Abendstern |
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13. Oktober |
Merkur in grösster westlicher Elongation |
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31. Oktober |
Venus in unterer Konjunktion mit der Sonne |
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14. November |
Merkur in unterer Konjunktion mit der Sonne |
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19. November |
Sternschnuppenschauer um 5 Uhr früh erwartet (3) |
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07. Dezember |
Venus am hellsten als Morgenstern |
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17. Dezember |
Saturn in Opposition zur Sonne |
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26. Dezember |
Merkur in grösster östlicher Elongation (Abenddämmerung) |
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11. Januar 2003 |
Venus in grösster westlicher Elongation (Morgendämmerung) |
Mars erreicht 2002 die Oppositionsstellung nicht. Die innerhalb der Erdbahn kreisenden Planeten Merkur und Venus können prinzipiell nicht in Opposition zur Sonne stehen. Quellen: CalSKY, "The Astronomical Almanac 2002"und "Sky & Telescope"
Ergänzungen:

Saturnaufgang
hinter dem Mondhorizont (Ende der Saturnbedeckung). Fotos: M. Pesendorfer und R. Brodbeck, 3. 11. 2001.
- Am frühen Morgen des 23. Februars um ca. 3 Uhr 50 läuft der Mond von rechts nach links über den grössten Planeten (Jupiter). Der Planet verschwindet auf der unbeleuchteten Seite des noch nicht ganz vollen Mondes. Nach halb fünf geht der Mond bei uns unter bevor Jupiter wieder freigegeben wird. In den südöstlichsten Teilen des deutschen Sprachraums (z.B. Wien) ist die Bedeckung nicht beobachtbar.
- Die zweite von Europa aus beobachtbare Bedeckung eines Planeten durch den Mond findet am Dienstag, 16.
April am Abend statt. Saturn verschwindet um 23 Uhr Sommerzeit auf der dunklen Seite des zunehmenden Mondes. Im Süden des
deutschen Sprachraums wird Saturn nur noch knapp vom Mond bedeckt. Von Zürich aus gesehen versteckt sich Saturn nur für
knapp 20 Minuten hinter dem Südpol des Mondes. Die Horizonthöhe des Mondes beträgt dabei beim Eintritt knapp 9 Grad und
beim Austritt 6 Grad in Zürich. Für den Osten Österreichs gehen Saturn und Mond noch vor dem Austritt unter.
- Nach den Prognosen (Sky & Telescope, Nov. 2002) durchquert die Erde für lange Zeit zum letzten Mal die dichte Regionen der Leoniden-Sternschnuppen. Um 5 Uhr morgens am 19. November (also in der Nacht vom 18. auf den 19. November) sollten wir mit dem Staubschweif des Kometen Temple-Tuttle zusammentreffen, der von der Erscheinung des Kometen im Jahre 1766 stammt. Es wird eine mit dem Sternschnuppensturm von 1999 vergleichbare Erscheinung erwartet; allerdings bei störendem Mondlicht. Ein paar Stunden später durchquert die Erde den Staubschweif von 1866. Da es bei uns dann bereits Tag ist, wird man von diesem zweiten Sternschnuppenregen in Europa nichts mitbekommen.
Erklärungen:
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| Erklärung der Planetenkonstellationen. Graphik: R. Brodbeck. |
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Bei der sogenannten Opposition zur Sonne steht die Erde zwischen Sonne und Planet. Der Planet ist deshalb die ganze Nacht zu sehen. Wären die Planetenbahnen perfekte Kreise, würde zum Zeitpunkt der Opposition auch gleichzeitig die kleinste Distanz zur Erde erreicht. Da die Bahnen nur näherungsweise Kreise sind, wird die kleinste Distanz ein paar Tage früher oder später erreicht. In der Zeit um die Opposition ist der Planet während der ganzen Nacht zu sehen. In den Monaten vor der Opposition findet man den Planeten eher in der zweiten Nachthälfte am Sternenhimmel, nach der Opposition in der ersten Nachthälfte.
Von Konjunktion (mit der Sonne) spricht man, wenn die Sonne zwischen uns und dem Planeten steht. Der Planet hält sich in der Zeit um die Konjunktion am Taghimmel auf und geht mehr oder weniger mit der Sonne auf und mit ihr wieder unter. Die Beobachtung ist dann schwierig.
Die innerhalb der Erdbahn um die Sonne kreisenden Planeten können nie in Opposition stehen. Die Zeit der besten Beobachtungsbedingungen ist die Zeit der maximalen Elongation, d.h., wenn sie sich von der Erde aus gesehen maximal am Himmel von der Sonne entfernt haben. Die Sichtlinie Erde Planet ist dann eine Tangente an die Planetenbahn, wenn diese ein perfekter Kreis wäre. Steht der Planet dabei östlich (links von der Nordhalbkugel aus gesehen) von der Sonne, so ist der Planet am Abendhimmel in westlichen Richtungen nach Sonnenuntergang beobachtbar (Abendstern). Bei westlicher Elongation steht er vor Sonnenaufgang in östlichen Richtungen am Morgenhimmel.