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Für die Bewohner von Europa ist 2003 ein sehr gutes Finsternisjahr. Von vier Finsternissen sind drei zumindest teilweise von Europa aus beobachtbar. Dazu findet noch ein Merkurtransit statt.
| Datum/Zeit | Ereignis | Maximum | Sichtbarkeit |
|---|---|---|---|
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07 Mai, 07.11 - 12.32 Uhr |
Merkurtransit |
Merkur 12" gross. Minimaler Abstand zur Mitte der Sonnenscheibe 11'48" um 9:52. |
Sichtbar in Europa, Afrika und Asien. |
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16. Mai, 04:03 - 07:17 |
Totale Mondfinsternis, Grösse 1.134 |
Totale Phase von 5:14 - 06:06. Monduntergang während der totalen Phase in Europa. |
Westeuropa, westliche Teile Afrikas, Amerika. |
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31. Mai, nach Sonnenaufgang |
Ringförmige Sonnenfinsternis |
Dauer der zentralen Phase 3 Minuten bei nur 3 Grad Höhe. |
Ringförmige Phase in Grönland, Island, Färör und Nordschottland. Partielle Phase in Europa und Nordasien. |
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09. November, 00:32 - 04:05 |
Totale Mondfinsternis, Grösse 1.022 |
Totale Phase von 02:06 bis 02:31 |
Europa, Afrika, Amerika |
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23./24 Nonember 07:34 |
Totale Sonnenfinsternis |
Max. Dauer der totalen Phase 2 Minuten. |
Total in der Antarktis, partiell in Australien. |
Finsternisse des Jahres 2003. Zeitangaben je nach Jahreszeit in
MEZ oder MESZ. Details zu den Finsternissen finden Sie auch in unserem Monatsbericht, auf unseren Finsternis-Seiten und die Datendetails auf unserem CalSKY.com.
Am Morgen des 7 Mai zieht Merkur als winziger schwarzer Punkt im Laufe von 5 Stunden vor der Sonnenscheibe durch (Transit). Zum ersten Mal seit 1972 können Amateurastronomen, die ein für die Sonnenbeobachtung ausgerüstetes Teleskop besitzen, einen solchen Transit in seiner vollen Länge von Mitteleuropa aus beobachten.
Die totale Mondfinsternis findet für Europa in den frühen Morgenstunden in der Nacht vom 15. auf den 16. Mai statt. Für viele Teile des deutschen Sprachraums geht der Mond während der totalen Phase unter. Gegen den Südwesten Deutschlands und in der Schweiz wird man noch am meisten von der totalen Phase mitbekommen. Da der Beginn der Halbschattenphase unbeobachtbar ist, genügt es um 3:45 mit den Beobachtungen zu beginnen. Dann sollte die östliche Seite (links von der Nordhalbkugel aus gesehen) bereits deutlich dunkler sein.
Simulation der Mondfinsternis vom 16. Mai. © A. Barmettler, CalSKY.com. |
Eintritt des Mondes in den Halbschatten: 3:05 (Sommerzeit)
Eintritt des Mondes in den Kernschatten: 4:03
Beginn der totalen Phase: 5:14
Monduntergang für die Mitte Deutschlands: 4:40
Ende der totalen Phase: 6:06
Austritt des Mondes aus dem Kernschatten: 7:17
Austritt des Mondes aus dem Halbschatten: 8:15
In den frühen Morgenstunden des 31. Mai streift die Verbindungslinie Sonne – Mond gerade noch die Erde. Da der Mond sich in den erdfernen Bereichen seiner Bahn aufhält, kommt es zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis und nicht zu einer totalen Sonnenfinsternis. Die ringförmige Phase ist von teilen Grönlands – ganz Island – Färör und Shetland Inseln, sowie von der Nordspitze Schottlands aus beobachtbar. Allerdings steht die Sonne dabei nur ein paar Fingerbreit über dem Horizont. Da der Nordatlantik eher ein wolkenreiches Gebiet ist, sind die Aussichten, diese Finsternis ringförmig zu sehen Eeher bescheiden.
Von deutschen Sprachraum aus ist diese Finsternis als tiefe partielle Finsternis zu sehen. Allerdings muss man dazu sehr früh aufstehen, den die maximale Bedeckung der Sonne durch den Mond wird bei oder kurz nach Sonnenaufgang erreicht. Um halb sieben ist die Finsternis bereits zu Ende.
Simulation der Sonnenfinsternis vom 31. Mai für Berlin (oben) und Zürich (unten). In Zürich geht die Sonne erst zum Höhepunkt der Finsternis auf. © A. Barmettler, CalSKY.com. |
Mehr Informationen zu dieser Finsternis finden Sie auf unseren Finsternisseiten.
Die zweite totale Mondfinsternis des Jahres 2003 ist in ihrer gesamten Länge in der Nacht vom 8. auf den 9. November beobachtbar. Da der Eintritt des Mondes in den Halbschatten keine sichtbare Veränderung der Vollmondscheibe bewirkt, genügt es, wenn man mit den Beobachtungen erst kurz nach Mitternacht beginnt. Besonders erwähnenswert bei dieser Finsternis ist, dass der Mond nur ganz knapp total in den Kernschatten der Erde taucht. Deshalb dauert die totale Phase nur kurz. Da (von der Nordhalbkugel aus gesehen) die untere Seite des Mondes näher am Kernschattenrand ist, sollte er dort deutlich heller sein. Am Rand des Kernschattens gibt es mehr Streulicht von der Erdatmosphäre als im Zentrum.
Simulation der Mondfinsternis vom 9. November. © A. Barmettler calsky.astronomie.info. |
Eintritt des Mondes in den Halbschatten: 23:15
Eintritt des Mondes in den Kernschatten: 0:32
Beginn der totalen Verfinsterung: 2:06
Ende der totalen Verfinsterung: 2:31
Austritt des Mondes aus dem Kernschatten: 4:05
Austritt des Mondes aus dem Halbschatten: 5:22
Monduntergang für die Mitte Deutschlands: 7:40
Auch bei der zweiten Sonnenfinsternis des Jahres 2003 verfehlt die Verbindungslinie Mond – Sonne die Erde beinahe. Es kommt zu einer totalen Sonnenfinsternis über der Antarktis und den extrem südlichen Teilen des Indischen Ozeans. Die maximale Totalität wird über den Eiswüsten der Antarktis erreicht. Bei einer Sonnenhöhe von nur 15 Grad (ca. zwei Faustbreit über dem Horizont) dauert die totale Sonnenfinsternis knapp 2 Minuten. Reiche Finsternisjäger können versuchen, per Schiff die Finsternis von der Küste der Antarktis aus zu beobachten. Dort ist jedoch die Horizonthöhe der Sonne während der Finsternis geringer als im Landesinneren. Europa kriegt von dieser Finsternis nichts mit.
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