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Planetenkalender 2004

Die fünf, der Menschheit schon seit der Antike bekannten Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn gehören zu den am leichtesten beobachtbaren Objekten und gleichzeitig auch zu den faszinierendsten Objekten des Sternenhimmels. In diesem Kalender sind die wichtigsten Termine für Planetenbeobachter zusammengefasst.

17. Januar Merkur in grösster Elongation (24°, Morgenhimmel)
03. März Jupiter in Opposition
29. März Venus in maximaler Elongation (46°, Abendhimmel)
Merkur in maximaler Elongation (19°, Abendhimmel)
Alle klassischen Planeten am Abendhimmel zu sehen
15. Mai Merkur in grösster Elongation (26°, Morgenhimmel)
21. Mai Venus wird vom Mond bedeckt(am Taghimmel).
08. Juni Vorübergang der Venus vor der Sonne Mehr dazu!
08. Juli Saturn in Konjunktion mit der Sonne
26. Juli Merkur in grösster Elongation (27°, Abendhimmel)
05. August Neptun in Opposition
18. August Venus in grösster Elongation (Morgenhimmel)
27. August Uranus in Opposition
09. September Merkur in grösster Elongation (18°, Morgenhimmel)
15. September Mars in Konjunktion mit der Sonne
21. September Jupiter in Konjunktion mit der Sonne
20. November Merkur in grösster Elongation (22°, Abendhimmel)
30. Dezember Merkur in grösster Elongation (22°, Morgenhimmel)
13. Januar 2005 Saturn in Opposition zur Sonne
Wichtige Planetenkonstellationen im Jahr 2004.

Erklärungen

Erklärung von Opposition, Konjunktion und Elongation  
Erklärung der Planetenkonstellationen. Graphik: R. Brodbeck.

Bei der sogenannten Opposition zur Sonne steht die Erde zwischen Sonne und Planet. Der Planet ist deshalb die ganze Nacht zu sehen. Wären die Planetenbahnen perfekte Kreise, würde zum Zeitpunkt der Opposition auch gleichzeitig die kleinste Distanz zur Erde erreicht. Da die Bahnen nur näherungsweise Kreise sind, wird die kleinste Distanz ein paar Tage früher oder später erreicht. In der Zeit um die Opposition ist der Planet während der ganzen Nacht zu sehen. In den Monaten vor der Opposition findet man den Planeten eher in der zweiten Nachthälfte am Sternenhimmel, nach der Opposition in der ersten Nachthälfte.

Von Konjunktion (mit der Sonne) spricht man, wenn die Sonne zwischen uns und dem Planeten steht. Der Planet hält sich in der Zeit um die Konjunktion am Taghimmel auf und geht mehr oder weniger mit der Sonne auf und mit ihr wieder unter. Die Beobachtung ist dann schwierig oder unmöglich.

Die innerhalb der Erdbahn um die Sonne kreisenden Planeten können nie in Opposition stehen. Die Zeit der besten Beobachtungsbedingungen ist die Zeit der maximalen Elongation, d.h. wenn sie sich von der Erde aus gesehen maximal am Himmel von der Sonne entfernt haben. Die Sichtlinie Erde-Planet ist dann eine Tangente an die Planetenbahn, wenn diese ein perfekter Kreis wäre. Steht der Planet dabei östlich (links von der Nordhalbkugel aus gesehen) von der Sonne, so ist der Planet am Abendhimmel in westlichen Richtungen nach Sonnenuntergang beobachtbar (Abendstern). Bei westlicher Elongation steht er vor Sonnenaufgang in östlichen Richtungen am Morgenhimmel.



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20.12.2006 23:47 Uhr, Dr. Roland Brodbeck

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