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Sterne und Planeten im Jahr 2007

totale Mondfinsternis vom 3. März 2007

Der Mond läuft am 3./4. März durch den Kernschatten der Erde. Grafik von Thomas Baer.

 

Das Jahr 2007 ist das siebte Jahr im 21. Jahrhundert und im 3. Jahrtausend nach Christus. Es ist kein Schaltjahr und dauert 365 Tage. Eine totale Mondfinsternis wird am Abend des 3. März beobachtbar sein. Der Mond bedeckt in diesem Jahr die Plejaden und einige Planeten.
Daneben bietet der gestirnte Himmel immer eine Reihe von interessanten Konstellationen und Phänomenen.

Sternenhimmel

Der Anblick des Sternenhimmels ändert sich ebenfalls im Jahreszyklus. Da die meisten Leute am Abend und weniger am Morgen zu den Sternen empor blicken, wird der Abendhimmel nach Sonnenuntergang beschrieben. In den ersten drei Monaten dominiert der Orion den Sternenhimmel. Sternwartenbesucher können das berühmte Sternentstehungs-Gebiet "der grosse Orion-Nebel" bewundern. Im April versinkt der Orion und mit ihm die Wintermilchstrasse in der immer später einsetzenden Abenddämmerung. Ein an hellen Sternen eher armes Gebiet rund um das Sternbild Löwe beherrscht dann den Abendhimmel.

In der zweiten Sommerhälfte beherrscht die Sommermilchstrasse die Nacht. Richtung Süden blicken wird dann in etwa in Richtung des galaktischen Zentrums und damit auch in Richtung der sternenreichsten Gegend unseres Sternenhimmels.

Die auf dem geflügelten Pferd Pegasus sitzende Andromeda löst schliesslich im Herbst die Sommermilchstrasse ab, obwohl diese sich dank der immer früher einsetzenden Dunkelheit relativ zäh am Himmel hält. Hinter dem Sternbild Andromeda erkennt man in dunklen Nächten schon von blossem Auge die 2.7 Millionen Lichtjahre entfernte grosse Galaxie M31 "der grosse Andromedanebel".

Mit dem Erscheinen von Fuhrmann, Plejaden und Orion in der ersten Nachthälfte schliesst sich im November und Dezember die jährlich immer gleiche Abfolge der Sternbilder. Erst im Laufe der Jahrtausende ändert sich diese "Jahreszeiten der Sternbilder".

Planeten

Die klassischen Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn) sind am Sternenhimmel auffällige Objekte. Es braucht kein besonderes Geschick sie zu finden.

Merkur

Merkur wird Ende Januar bis Mitte Februar und von Mitte Mai bis Mitte Juni gut am Abendhimmel zu sehen sein. Die besten Morgensichtbarkeiten des Merkurs finden im Juli bis Anfang August und im November statt.

Venus

Venus ist im Jahr 2007 bis Mitte August Abendstern. Ab September wird Venus bis zur Jahresmitte 2008 den Morgenhimmel regieren.

Mars

Mars bleibt lange ein Planet der zweiten Nachthälfte. Erst im September verfrüht der rötliche Stern seinen Aufgang auf die Zeit vor Mitternacht. Er erreicht ab September negative Helligkeitswerte, die bis zur Oppositionsstellung am 24. Dezember 2007 bei -1.6 Grössenklassen gipfeln. Zur Opposition misst das Marscheibchen nur rund 16 Bogensekunden, verglichen mit 24 Bogensekunden bei der Opposition im Jahr 2003. Dafür steht dann Mars in den nördlichsten Gegenden der Ekliptik im Sternbild Zwillinge.

Jupiter

Jupiter ist zu Jahresbeginn nur in der zweiten Nachthälfte zu sehen. Erst im Mai wird er ein Objekt der ganzen Nacht. Am Abendhimmel wird man Jupiter von Juni bis Oktober auffällig sehen können.

Saturn

Saturn ist in der ersten Jahreshälfte beobachtbar, wobei die Monate Januar bis März die beste Saturnzeit darstellt. Am Abendhimmel beobachtbar bleibt er bis und mit Juni. Ab Oktober ist Saturn am Morgenhimmel zu sehen. Zur Zeit ist Saturn und seine Monde besonders im Fokus der Forschung, da die Raumsonde Cassini seit Juli 2004 den Ringplaneten umkreist.

Uranus und Neptun

Uranus und Neptun sind nur mit einem Fernglas oder noch besser einem Fernrohr auffindbar. Die beste Zeit diese erst in der Neuzeit entdeckten Planeten zu beobachten, ist sind die Monate August - Oktober.

Zwergplaneten: Ceres, Pluto und Eris

Zwergplanet Ceres kommt im November in Opposition zur Sonne und kann von Oktober bis Dezember bereits im Fernglas und einer Sternkarte als Sternchen von rund 8. Grössenklasse gefunden werden. Zwergplanet Pluto bleibt dem sehr gut ausgerüsteten, fortgeschrittenen Amateurastronomen vorbehalten. In den Monaten April bis August kann man versuchen, mit grossen Amateurteleskopen fotografisch das erste entdeckte Objekt des sogenannten Kuiper-Asteroidengürtels aufzuspüren (Pluto). Im Jahre 2006 entschied die Internationale Astronomische Union (IAU) über den Planetenstatus des Plutos und machte ihn zum Zwergplaneten. Das bisher grösste entdeckte Objekt im Kuipergürtel, Zwergplanet Eris (vormals 2003 UB313, grösser als Pluto) lässt sich mit grösseren Amateurteleskopen und gekühlter CCD-Kamera von März bis Mai fotografieren. Sowohl für Pluto als auch für Eris sind detaillierte Positionsangaben notwendig (hier) um die Objekte zu finden.

Finsternisse

Das Jahr 2007 verwöhnt uns betreffend Finsternisse nicht sonderlich, Von den beiden partiellen Sonnenfinsternissen am 19. März und 11. September 2007 ist vom deutschen Sprachraum aus nichts zu sehen und von den beiden totalen Mondfinsternissen ist lediglich diejenige in der Nacht vom 3. auf den 4. März 2007 in voller Länge zu beobachten. Die zweite Totalfinsternis am 28. August 2007 spielt sich um die Mittagszeit ab.

Totale Mondfinsternis vom 3./4. März 2007. Ansicht im Horizontsystem für den Süddeutschen Raum.
© A. Barmettler, CalSKY.com.

Bedeckungen von Planeten durch den Mond

Für Mitteleuropa bedeckt der Mond den Ringplaneten Saturn (2. März und 22. Mai), den Planeten Venus (18. Juni) und am 24. Dezember den Mars (südliche Grenzlinie durchläuft Deutschland). Die Ereignisse sind nicht überall in voller Länge beobachtbar. Vorhersagen für Ihren Beobachtungsort finden Sie unter CalSKY.com.

Der Mond bedeckt den Saturn am 2. März 2007

Der Mond bedeckt den Ringplaneten Saturn am frühen Morgen des 2. März. Grafik von Arnold Barmettler.

 

Bedeckungen von Sternen durch den Mond

Für Mitteleuropa ist noch zu erwähnen, dass der Mond vier Mal Sterne der Plejaden (Sternhaufen im Sternbild Stier) bedeckt. Das Ereignis ist nicht überall in voller Länge beobachtbar. Der Stern Regulus im Sternbild Löwe wird drei Mal in diesem Jahr vom Mond bedeckt (23. Mai, 17. Juli und 7. Oktober), aber jeweils wegen Tageslicht sind diese Ereignisse nur schwer beobachtbar. Vorhersagen für Ihren Beobachtungsort finden Sie unter CalSKY.com.

Künstliche Satelliten

Die grössten künstlichen Satelliten wie die Internationale Raumstation ISS und das Space-Shuttle sind in der Dämmerung leicht zu beobachten, wenn ein Überflug stattfindet. Auch viele weitere Satelliten ziehen im Laufe von Minuten als mehr oder weniger helle Sterne über den Himmel. Da die Bahnen der Satelliten dauernd korrigiert und verändert werden, kann keine langfristige Prognose erstellt werden, wann welcher Satellit günstig in der Abenddämmerung auftaucht. Deshalb muss man via Internet sich die Sichtbarkeiten möglichst für nur wenige Tage im Voraus berechnen lassen, am Besten bei CalSKY.com.

Kometen

Für den besser ausgerüsteten Amateurastronomen gibt es immer ein paar beobachtbare Kometen. Seltener ist es, wenn ein Komet so hell wird, dass er in einem Fernglas sichtbar wird. Auch ist eine Prognose der Helligkeit nicht einfach, wie dies beispielhaft der grosse Komet vom Januar 2007 gezeigt hat. Komet C/2006 P1 McNaught passierte am 12. Januar 2007 den Perihel in nur 17% des Abstandes Sonne-Erde und wurde dabei gut 100-Mal heller als vorausgesagt. Eine automatisch aktualisierte Datenbank gibt es bei CalSKY.com.



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30.01.2007 17:11 Uhr, Arnold Barmettler

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