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Der vom Japaner Yuji Hyakutake entdeckte Komet C/1996 B2 (Hyakutake) passierte am 25. März 1996
die Erde in nur 15 Mio km Distanz (Distanz Erde-Sonne = 150 Mio km). Damals
war er eine eindrueckliche Erscheinung am Nachthimmel und Alan Hale, einer
der Entdecker des Kometen Hale-Bopp, nennt ihn völlig zu recht den
grossen Komet von 1996. Am Wochenende des 23./24. März erreichte die
fuer jederman sichtbare Schweiflaenge 20 Grad. Wer von einem dunklen klaren
Standort aus beobachtete, konnte mindestens die doppelte Schweiflaenge beobachten.
Danach war der Komet noch waerend fast des ganzen Monat April am Abendhimmel
zu sehen. Allerdings war er dann nicht mehr sehr auffaellig. Das Perihel
(sonnennaechster Bahnpunkt, 35 Mio km) wurde am 1. Mai durchlaufen. Da der
Komet anschliessend suedwaerts wanderte, wurde er fuer die Nordhalbkugel
unbeobachtbar.
Erst in ferner Zukunft, im Jahr 20'500, wird Hyakutake erneut in Sonnen-
und damit auch in Erdnähe kommen.

Diese Aufnahme wurde am 23.3. 1996, 22:30 UT, mit einer Kleinbilkamera mit
35 mm Objektiv Blende 3.5 auf 400 ASA Farbbildfilm aufgenommen. Die Belichtungszeit
betrug 5 Min. Waerend der Belichtung wurde die Kamera der Himmelsbewegung
(nicht dem Kometen) nachgefuert. Der weisse Pfeil zeigt auf den Stern Arcturus,
am linken Bildrand befindet sich der Sternenkranz der noerdlichen Krone.
Der Kopf des Kometen befindet sich nahe des Sterns gamma Bootis. Der Schweif
laesst sich auf der Aufnahme bis an die linke untere Ecke verfolgen, somit
bis zu alpha Com, der hellere Stern knapp oberhalb der rechten unteren Bildecke.
Das enspricht einer fotografierten Schweiflaenge von etwa 30 Grad. Der Himmel
war zum Zeitpunkt der Aufnahme leicht mit Cirren bewoelkt. Der Beobachtungsort
lag ein paar Kilometer von einer groessereren Ortschaft entfernt, was eine
leichte Lichtverschmutzung verursachte.
Das Bild enspricht gut dem, was man in jener Nacht von blossem Auge sah.
Schwarz-Weiss Foto vom 23.3.1996 23:00 UT mit einem 210 mm Teleobjektiv Blende 4 auf 6400 ASA S/W Film. Waerend der 2 Min. Belichtung wurde die Kamera der Himmelsbewegung nachgefuert.

Farbbild ab Stativ auf Ektar 1000 zur Zeit des Vollmonds.
Die Helligkeit des Kometen war zu jenem Zeitpunkt bereits deutlich auf etwa
1 mag zurückgegangen.

Huyakutake nahe des bedekungsveräderlichen Sterns Algol (etwas rechts oberhalb der Bildmitte) im Sterblid Perseus. Komethelligkeit ca. 2 mag auf Kodak Ektar 1000, 50 mm, reduzuert auf Graustufenbild,f=3.5, 30s, aufgenomen bei der ETH Hönggerberg ohne Nachfürung jedoch mit viel Streulicht und dünnen Wolken.
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