Mars-Express
Europäischer Mars-Express auf dem Weg zum Mars
 |
Künstlerische Darstellungen des Mars-Express und des Marslanders Beagle 2 (ESA).
|
Am 2. Juni 2003 wurde der ESA-Satellit Mars-Express mit einer russischen Trägerrakete in den Weltraum
befördert. Mars-Express ist der erste von drei Raumsonden, die in diesem Monat Kurs auf Mars
nehmen. Im Dezember soll die Sonde auf dem roten Planeten nach Hinweisen auf Leben suchen.
Mars-Express ist die erste europäische Raummission zu einem Planeten, die in eigener Regie durchgeführt wird.
Nach 6 Monaten Flug soll die Raumsonde im Dezember auf dem Mars landen, um auf dem roten Planeten
nach Zeugen von Leben zu suchen - die erste Mission seit vielen Jahren, die dies explizit zu einem ihrer Ziele gesetzt hat.
Die Sonde soll auf dem Mars nach Wasser suchen und das Verhalten des Planeten als Ganzes erfassen.
Noch in der Mitte des 20. Jahrunders hielt man es für möglich, dass Mars ein lebendiger Planet sein könnte, mit Pflanzen und Ozeanen.
Die Raumsonden, die in den 1960er und 70er Jahren den Mars erforschten, zeigten jedoch einen trockenen, staubigen und felsigen Planeten: es wurden
keinerlei Anzeichen von Leben gefunden. Mittlerweile zeigten hochaufgelöste Bilder der den Mars umkreisenden Raumsonden,
das dies nicht immer so gewesen sein muss: Es gibt Landschaftsmuster, die auf die frühere Anwesenheit von Wasser
hindeuten und auch, dass es früher auf der Marsoberfläche wärmer gewesen sein musste.
Sechs Tage vor Erreichen der Marsumlaufbahn soll sich der Marslander Beagle 2 von Mars-Express lösen. Mars-Express
wird den Planeten in einer polaren Umlaufbahn umkreisen. Aus dieser Umlaufbahn wird er die Oberfläche mit hochauflösenden
Kameras abtasten (2 Meter Auflösung) und mit einem in den Boden eindringenden Radar in einigen Metern bis
einem Kilometer Tiefe wasserführende Schichten im Boden aufspühren.
Ein Spektrometer wird die chemische Zusammensetzung der Marsoberfläche untersuchen.
Die Instrumente des Beagle 2 untersuchen die Geologie und das Klima des Landegebietes. Im Unterschied zu früheren
Missionen sucht der Beagle 2 sowohl nach fossilen (vergangenen) als auch heutigen Spuren von Leben.
Hierfür kann sich ein Sensor bis zu 2 Meter tief in den Boden eingraben.
Weiterführende Links