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Die meisten Meteorite, die man auf der Erde findet, sind Bruchstücke von Asteroiden. Bis heute hat man aber auch eine Anzahl Meteorite vom Mond und Mars gefunden. Meteorite werden grob in Stein-, Stein-Eisen- und Eisenmeteorite eingeteilt. Steinmeteoriten werden am häufigsten gefunden, gefolgt von Eisenmeteoriten. Am seltensten sind die Stein-Eisenmeteorite. Eine feinere Klassifikation wird anhand petrologischer und chemischer Kritierien vorgenommen. Hier sollen die verschiedenen Typen erwähnt werden.
| Glossar |
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Meteoroid Ein extraterrestrischen Körper in Zentimeter- und Metergrösse vor seinem Durchgang durch die Atmosphäre. Artikel über Meteoroide... |
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Meteorit Sobald ein Meteoroid als ganzes oder Fragmente davon auf die Planetenoberfläche gefallen sind, handelt es sich um Meteoriten. Sie werden grob in Stein-, Stein-Eisen- und Eisenmeteorite eingeteilt. |
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Meteor Die Leuchterscheinung beim Atmosphärendurchgang von (Mikro-) Meteoriden heisst Meteor und ist auch als Sternschnuppe bekannt. Im Fall von grösseren Meteoroiden werden die sehr hellen Leuchterscheinungen im Volksmund auch Feuerkugeln oder Boliden genannt. |
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Asteroide Asteroide = Planetoide = Kleinplaneten sind einige km bis rund 1000 km grosse Körper, die um die Sonne kreisen, aber zu klein sind, um als Planeten bezeichnet zu werden. Im Unterschied zu Kometen besitzen sie in Sonnennähe weder Gashülle (Koma), noch Schweif. Die Grenzen zwischen Kometen und Asteroiden sind jedoch fliessend. Man bezeichnet deshalb beide Typen oft ganz allgemein als kleine Körper des Sonnensystems. Artikel über Asteroide... |
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Abb.1: Undifferenzierte Steinmeteorite: Rumuruti-Chondrit NWA 753 (R3.9) aus Kem Kem, Marokko (oben) und Gold Basin (L4-Chondrit) aus Arizona (unten). Photos: © Ph. Heck, Bildbreite ca. 5 cm. |
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Bei Steinmeteoriten wird zwischen differenzierten Achondriten und undifferenzierten Chondriten unterschieden. Chondrite haben ihren Namen von den Chondren, bis etwa mm grosse Kügelchen, die 20 bis 90% des Volumens des Meteoriten einnehmen können. Chondrite lassen sich aufgrund ihrer chemischen und isotopischen Zusammensetzung und ihren petrologischen Eigenschaften klassifizieren. Heute findet meistens das erweiterte System nach Van Schmus und Wood (1967) Verwendung (siehe Abb. 2). Es wird zwischen verschiedenen chemischen Klassen (clans) unterschieden: Gewöhnliche Chondrite, kohlige Chondrite, Enstatit-Chondrite, die seltenen Rumuruti- (Abb.1) und Kakangari-Clans. Gewöhnliche Chondrite unterteilt man aufgrund ihres Metallgehalts in H- (hoher Eisengehalt), L- (niedriger Eisengehalt; Abb.1) und LL-Chondrite (noch niedrigerer Eisen- und Metallgehalt). Der petrologische Typ (1-6) hängt vom Grad der thermischen (4-6) bzw. wässrigen (1-2) Metamorphose ab. Chondrite sind die ursprünglichsten Körper des Sonnensystems (siehe auch Artikel über Chondrite).
![]() Abb.2: Erweitertes System nach Van Schmus und Wood für die Klassifikation von Chondriten. Vergrössern! Graphik: Ph. Heck. |
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Abb.3: Achondrit: Marsmeteorit ALH84001 aus der Antarktis. Photo: © NASA Johnson Space Center, Würfel unten rechts hat 1 cm Kantenlänge. |
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Abb.4: Eisenmeteorit: Gibeon Oktahedrit aus Namibia mit den charakteristischen Widmannstättenschen Figuren. Photo: © Ph. Heck, Bildbreite ca. 4 cm. |
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Bei Achondriten handelt es sich um magmatische Gesteine. Sie wurden also mindestens zu einem Zeitpunkt im Mantel oder in der Kruste ihres Mutterkörpers aufgeschmolzen. Damit sich ein Mutterkörper überhaupt durch Aufschmelzen differenziert, d.h. einen Metallkern und einen Gesteinsmantel ausbildet, muss er eine bestimmte Grösse haben.
Man vermutet, dass ein beachtlicher Teil der Achondrite vom Asteroiden 4 Vesta stammt: die sogenannten Howardite, Eukrite und Diogenite (HED-clan). Zu den Achrondriten zählt man auch Meteorite vom Mars (Abb.3) - Shergottite, Nakhlite, und Chassignite (SNC-Meteorite), - und vom Mond. Ausserdem unterscheidet man noch Aubrite, Ureilite, Angrite und primitive Achondrite, die von verschiedenen, bisher unbekannten Mutterkörpern.
Eisenmeteorite sind Bruchstücke von Kernen differenzierter Asteroide. Genauergenommen bestehen sie aus einer Eisen-Nickel-Legierung. Sie werden in Oktahedrite, Hexahedrite und Ataxite eingeteilt. Oktahedrite (Abb.4) sind die häufigsten Eisenmeteorite und lassen sich an ihrem charakteristischen Lamellenmuster, den Widmannstättenschen Figuren erkennen. Dieses Muster tritt an polierten und mit Säure angeätzten Schnittflächen auf: Die Säure greift die verschiedenen Eisen-Nickel-Legierungen unterschiedlich stark an, was zur Ausbildung der Widmannstättenschen Figuren führt. Chemisch lassen sich die Oktahedrite weiter unterteilen.
Hexahedrite und Ataxite zeigen keine solchen Muster, ausser bei einigen Hexadriten lassen sich lineare Strukturen, sog. Neumann-Linien, erkennen.
Bei den Stein-Eisenmeteoriten unterscheidet man Pallasite und Mesosiderite. Pallasite sind an ihren grossen, grünen Olivinkristallen erkennbar, die im Metall eingeschlossen sind. Man vermutet, dass sie aus der Kern-Mantel-Grenze von differenzierten Asteroiden stammen.
Mesosiderite bestehen aus Fragmenten von magmatischen Gesteinen und Metall. Ihre Entstehung ist unsicher, sie könnten z.B. ein Produkt einer Kollision von Stein- und Eisenasteroiden sein.
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