Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /webhome/lexikon.astroinfo.org/html/planetoiden/neo/2002NY40.html:1) in /webhome/astroinfo.org/html/php/headershort.php on line 59 Sehr naher Vorbeiflug des Asteroiden 2002 NY40
Sehr naher Vorbeiflug des Asteroiden 2002 NY40 an der Erde
Animation von Peter Kocher, Schweiz.
Aufnahmedatum: 17. August 2002, Beginn: 21h25m UT, Ende: 22h37m44s UT
135 Objektiv mit ST8E Blende 2.8,
105 Aufnahmen zu je 20 Sekunden,
Animation mit Photoshop Image Ready,
Aufnahmen und Bearbeitung durch Peter Kocher.
Der etwa einen halben Kilometer grosse Asteroid 2002 NY40 war in der
Nacht vom 17. auf den 18. August 2002 der Erde ungewöhnlich nahe gekommen.
Diese Begegnung konnte auch mit kleineren Amateurteleskopen beobachtet werden.
Dieser Asteroid wurde am 14. Juli von LINEAR entdeckt.
In der Nacht vom 17. auf den 18. August 2002 näherte sich der Asteroid
2002 NY40 der Erde bis auf 530'000 km (der Mond ist ca. 380'000
km von der Erde entfernt). Der Asteroid war für ein paar Stunden
so hell (ca. 12mag), dass er auch mit kleinen Instrumenten
beobachtbar war. Man konnte im Teleskop den Asteroiden als ein sich im Laufe von Sekunden deutlich vorwärts
bewegendes, sternähnliches Objekt verfolgen -
in weniger als 4 Minuten legte der Planetoid eine Strecke vom scheinbaren
Monddurchmesser zurück.
Normale Teleskope waren jedoch nicht in der Lage,
Oberflächendetails auf dem Asteroiden
zu zeigen.
2002 NY40 wanderte durch das Sommerdreieck, das durch die hellen Sterne
Deneb (im Sternbild Schwan), Vega (im Sternbild Leier) und Altair (im Sternbild
Adler) gebildet wird. Der Asteroid war für Europa die ganze Nacht beobachtbar.
In der Sternkarte rechts ist der Weg des Asteroiden gelb eingezeichnet.
Die Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben. Beobachter in Amerika konnten
ab 08:30 MESZ am Sonntagmorgen mitverfolgen,
wie die Helligkeit des Planetoiden rasch abnahm: Er flog dann von der Erde aus gesehen in
Richtung Sonne und wir konnten nur noch den unbeleuchteten Teil des Körpers sehen.
Der 217 x 94 km grosse Asteroid Kleopatra. Radarabtastung des Arecibo Observatory.
Für die Wissenschaft bot sich eine gute Gelegenheit, diesen
Asteroiden mit Radar abzutasten. Daraus kann die Form des Asteroiden rekonstruiert
und Eigenschaften der Oberfläche bestimmt werden. Auch hat das
weltgrösste Radioteleskop in Arecibo mit seiner in eine
Talmulde eingebetteten Antenne (Durchmesser 300m) den vergleichbar grossen Asteroiden 2002 NT40 in's Visier genommen.
Die Aufnahme von Kleopatra (oben) wurde ebenfalls mit diesem Instrument aufgenommen.
Eine Ansicht des Radioteleskops ist weiter unten abgebildet.
Überlagerungsbild der obenstehenden CCD-Animation mit Sigma-Clip (Ray Gralak).
Aufnahmen und Bearbeitung durch Peter Kocher.
Wer selbst mit dem eigenen Teleskop in der Nacht vom 17. auf den 18.
August versuchen wollte, den Asteroiden zu verfolgen, konnte sich bei
CalSKY (eine Dienstleistung von astro!nfo, siehe Linkliste) detaillierte
Sternkarten und Ephemeriden errechnen lassen. Man beachte, dass durch die
ungewöhnlich geringe Distanz zu erheblichen Parallaxeneffekten kommt.
Detaillierte Sternkarten mit eingezeichnetem
Weg des Asteroiden, die für einen Beobachter in der USA gedacht sind,
können für Europa erheblich falsch sein und umgekehrt. Checken
Sie deshalb Ihren Beobachtungsort (Kasten rechts oben auf den CalSKY-Seiten), bevor
Sie sich von CalSKY eine Karte zeichnen lassen.
Das grösste Radioteleskop der Welt in Arecibo. Courtesy of the NAIC - Arecibo Observatory, David Parker