Zwergplanet Pluto und andere Objekte im Kuiper-Gürtel.
August 2006: Pluto gilt nicht mehr als Planet, sondern wird als
Zwergplanet bezeichnet.
Siehe unter Planet
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Der Planet Pluto mit Mond Charon. Bild: Weltraumteleskop Hubble.
Jenseits von Neptun endet der Bereich der grossen Planeten.
Ganz zu Ende ist das Sonnensystem bei Neptun aber noch nicht. Man fand bisher viele kleinere
Körper, die jenseits des Neptuns ihre Bahn ziehen. Mancher Komet mag einmal als Asteroid in dieser,
nach dem Astronom Kuiper benannten Zone seine "Karriere" begonnen haben. Das erste und bis 2003 auch
grösste in diesem Kuiper-Gürtel gefundene Objekt ist der Pluto. Er wurde 1930 von Clyde William
Tombaugh auf fotographischem Wege gefunden.
Für die Suche nach Planetoiden und Kometen wurden
schon zu Beginn des 20. Jahrunderts von einem Gebiet zwei Sternfeldaufnahmen gemacht.
Vergleicht man die zeitlich ein paar Tage auseinanderliegenden Aufnahmen, so verraten sich die Mitglieder
unseres Sonnensystems durch ihre Bewegung gegenüber dem (Fix-)Sternenhintergrund.
Bei der Auswertung solcher Aufnahmen fiel 1930 Pluto auf.
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Das äussere Sonnensystem mit den Planetenbahnen (die stark elliptische Bahn ist diejenige von Pluto)
und die Positionen von einigen Tausend Objekte des Kuiper-Gürtels (Stand 2002). © A. Barmettler.
Zuerst hielt man es für durchaus möglich, dass Pluto etwa so gross sei wie die Erde.
Doch im Laufe der Jahrzehnte wurde seine Grösse immer weiter nach unten korrigiert.
1978 fand D.C. Cristy, dass Pluto eine Art Doppelplanet ist, denn der von Cristy entdeckte Mond Charon ist halb
so gross wie Pluto selbst. Pluto und Charon umkreisen einander einmal in 6 Tagen. Heute wird der Plutodurchmesser
mit nur 2200 Kilometer angegeben. Etliche Monde der anderen Planeten sind somit grösser als Pluto.
Pluto hat die exzentrischste Bahn aller Planeten. Sein 248 Jahre dauernder Umlauf führt ihn von
4.4 Milliarden Kilometer Distanz zur Sonne (knapp innerhalb der Neptunbahn) bis auf 7.4 Milliarden
Kilometer von der Sonne weg. Zwischen 1979 und 1999 war Pluto der Sonne näher als Neptun.
Nun entfernt er sich wieder von der Sonne. Man fand Hinweise auf eine dünne Atmosphäre auf Pluto. Diese
kann jedoch nur in den sonnennahen Teilen seiner Bahn existieren. Da sich Pluto in den kommenden Jahren immer weiter
von der Sonne entfernt, wird sich diese Atmosphäre um das Jahr 2020 als Reif niederschlagen.
Eine Raumsonde, die noch die Plutoatmosphäre studieren sollte, müsste deshalb vor dem
Jahr 2020 ankommen.
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Mit dem Hubble Weltraumteleskop konnte aus vielen Beobachtungen eine Oberflächenkarte erstellt werden.
Diese wird in den Renderings, wie dieses hier, von CalSKY.com verwendet. © A. Barmettler/CalSKY.
In den vergangenen Jahren entdeckte man weitere Objekte auf ähnlichen Bahnen wie Pluto.
Man hat auch Körper entdeckt, die etwa die Grösse des Plutos haben.
Somit ist klar, dass Pluto nur ein grösses Objekt eines ganzen Asteroidengürtels
ausserhalb der Neptunbahn ist. Nach dem Tod des Plutoentdeckers Tombaugh 1997 begann eine
Diskussion darüber, ob Pluto überhaupt als Planet gelten soll. Es ist aber wohl
eher davon auszugehen, dass sich die Meisten (inkl. Astrologen) so daran gewöhnt haben,
Pluto als Planet zu bezeichnen, dass man die Definition, was ein Planet und was ein Asteroid
sein soll, so formulieren wird, dass Pluto gerade noch als Planet gelten kann.
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1 Grosse Halbachse
2 (Äquator minus Pol)/Äquator
3 Auf die Sterne bezogen (siderisch)
4 Am Äquator, 1g = 9.81 m/s2
5 Auf der festen Oberfläche
J = Jahre
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Pluto selber beobachten
Pluto erscheint als so schwaches Sternchen, dass er auch in den meisten
Amateurteleskopen nicht mehr direkt von Auge gesehen, sondern nur noch fotografisch nachgewiesen
werden kann. In grossen Amateurteleskopen mit 30 cm oder mehr Öffnung
(Objektiv-/Spiegeldurchmesser) kann man Pluto auch live sehen, allerdings
ist es eine Herausforderung, anhand detaillierter Sternkarten Pluto unter
den vielen Sternen zu identifizieren. Wirklich sicher kann man nur sein,
wenn man im Abstand von ein paar Tagen eine Aufnahme macht. Pluto ist dann
das Sternchen, dass sich etwas bewegt hat. Den Mond Charon können
nur Profiastronomen beobachten.
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