Astrolexikon
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Vor über 35 Jahren betrat der Amerikaner Neil A. Armstrong als erster Mensch den Mond


500 Millionen Zuschauer fieberten mit

Nur zwölf Menschen hatten die einmalige Chance, auf dem Mond spazierenzugehen. In die Geschichte gingen aber vor allem die ersten Moonwalker der Apollo-11-Mission ein. Sie waren am 20. Juli 2004 vor 35 Jahren auf dem Mond gelandet.

von GUIDO SCHWARZ; erschienen im Zürcher Unterländer,
freundlicherweise astro!nfo zur Verfügung gestellt.


Click for larger image
Die Mondlandefähre "Eagle" kurz nach dem Abdocken vom Mutterschiff glitzert im Sonnenlicht. (Bild: NASA / NASA History Office and the NASA JSC Media Services Center.)

«Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein grosser Sprung für die Menschheit.» Der 38jährige amerikanische Astronaut Neil A. Armstrong hatte diesen Satz ausgesprochen, als er am 21. Juli 1969 um 3 Uhr 39 Minuten seinen Fuss auf den Mondboden setzte. Noch heute betont er, dass ihm dieses Zitat niemand vorgegeben, sondern er sich die Worte selber überlegt habe.

Risiken am laufenden Band

Mit der Landung der ersten Menschen auf dem Erdtrabanten war den Amerikanern ein riesiger Triumph gelungen. Was die rund 500 Millionen Zuschauer, die das Spektakel zu Hause an den Bildschirmen mitverfolgten, allerdings nicht mitbekommen haben: Es gab auf der Apollo-11-Mission einige äusserst kritische Momente, die leicht zu einem Desaster hätten führen können.
So stiegen unter anderem während des Abstiegs der Landefähre in Richtung Mondboden alle drei aus Sicherheitsgründen parallel laufenden Bordcomputer aus. Dies bedeutete, dass Armstrong und sein Kollege Buzz Aldrin keine Höhenangaben mehr auf dem Display hatten. Zwar waren die dreieckigen Fenster der Mondlandefähre mit Messskalen ausgerüstet, doch diese nützten reichlich wenig, da es auf dem Mond keine Objekte gab, die einen Grössenvergleich zuliessen. Neil Armstrong, von Beruf Testpilot, schaltete wagemutig auf Handsteuerung um. Der Anflug von Hand konnte auf der Erde nie richtig getestet werden, weil die Landefähre nicht aerodynamisch - fürs Vakuum völlig unwichtig -, sondern spinnenförmig konstruiert war. Vom ursprünglichen Kurs abgekommen, schwebte der «Adler», so hiess die Fähre, über ein Feld von Kratern und Geröll. Dann endlich konnte eine Stelle gefunden werden, die sich zur Landung eignete.

Erleichtertes Aufatmen

«Der Adler ist gelandet» lautete am 20. Juli 1969 um 21 Uhr 17 Minuten und 46 Sekunden der Funkspruch von Buzz Aldrin an die Bodenstation. Grosses Aufatmen im Nasa-Kontrollcenter. Nach dem dramatischen Abstieg hatte die Landefähre den Mondboden sicher erreicht, die Treibstoffanzeige stand praktisch auf Leer. «Hallo, Eagle, wir atmen wieder», teilte der Verbindungsmann den Mondfahrern mit.

Click for larger image
Die zurückgekehrten Apollo 11 Astronauten, noch im Quarantänefahrzeug werden von ihren Frauen an der Ellington Air Force Base erwartet, 27. Juli 1969. (Bild: NASA / NASA History Office and the NASA JSC Media Services Center.)

Knapp drei Stunden Aufenthalt

Sechs Stunden später stieg Neil Armstrong aus der Landefähre aus. Kurze Zeit später betrat auch Buzz Aldrin den Mondboden. Die beiden Astronauten hatten einige Aufgaben zu erfüllen. So mussten Experimente wie der Sonnenwindkollektor, Seismometer, Laserreflektor etc. aufgestellt und Bodenproben eingesammelt werden. Selbstverständlich durfte die amerikanische Flagge nicht fehlen. Im Laufe ihres Aufenthaltes führten Armstrong und Aldrin zudem ein aussergewöhnliches Telefongespräch: Der damalige Präsident Richard Nixon beglückwünschte die beiden direkt aus dem Weissen Haus in Washington zu ihrer Leistung. Nach 2 Stunden und 50 Minuten Aufenthalt auf der Mondoberfläche bestiegen die Astronauten schliesslich wieder die Mondfähre und starteten Richtung Mondumlaufbahn, wo sie ihr Kollege Michael Collins mit der Kommandokapsel erwartete. Zurück auf der Erde, wurden die drei Astronauten pompös empfangen und als Nationalhelden gefeiert.

Mehr Interessantes zur Mondlandung:



Top of Page

20.12.2006 23:46 Uhr, Philipp Heck

astro!nfo