
Die Mondlandefähre "Eagle" kurz nach dem Abdocken vom Mutterschiff glitzert im Sonnenlicht. (Bild: NASA /
NASA History Office and the NASA JSC Media Services Center.)
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«Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein grosser Sprung für die
Menschheit.» Der 38jährige amerikanische Astronaut Neil A. Armstrong hatte diesen Satz
ausgesprochen, als er am 21. Juli 1969 um 3 Uhr 39 Minuten seinen Fuss auf den Mondboden
setzte. Noch heute betont er, dass ihm dieses Zitat niemand vorgegeben, sondern er sich die
Worte selber überlegt habe.
Risiken am laufenden Band
Mit der Landung der ersten Menschen auf dem Erdtrabanten war den Amerikanern ein riesiger
Triumph gelungen. Was die rund 500 Millionen Zuschauer, die das Spektakel zu Hause an den
Bildschirmen mitverfolgten, allerdings nicht mitbekommen haben: Es gab auf der
Apollo-11-Mission einige äusserst kritische Momente, die leicht zu einem Desaster hätten
führen können.
So stiegen unter anderem während des Abstiegs der Landefähre in Richtung Mondboden alle
drei aus Sicherheitsgründen parallel laufenden Bordcomputer aus. Dies bedeutete, dass
Armstrong und sein Kollege Buzz Aldrin keine Höhenangaben mehr auf dem Display hatten. Zwar
waren die dreieckigen Fenster der Mondlandefähre mit Messskalen ausgerüstet, doch diese
nützten reichlich wenig, da es auf dem Mond keine Objekte gab, die einen Grössenvergleich
zuliessen. Neil Armstrong, von Beruf Testpilot, schaltete wagemutig auf Handsteuerung um.
Der Anflug von Hand konnte auf der Erde nie richtig getestet werden, weil die Landefähre
nicht aerodynamisch - fürs Vakuum völlig unwichtig -, sondern spinnenförmig konstruiert
war. Vom ursprünglichen Kurs abgekommen, schwebte der «Adler», so hiess die Fähre, über ein
Feld von Kratern und Geröll. Dann endlich konnte eine Stelle gefunden werden, die sich zur
Landung eignete.
Erleichtertes Aufatmen
«Der Adler ist gelandet» lautete am 20. Juli 1969 um 21 Uhr 17 Minuten und 46 Sekunden der
Funkspruch von Buzz Aldrin an die Bodenstation. Grosses Aufatmen im Nasa-Kontrollcenter.
Nach dem dramatischen Abstieg hatte die Landefähre den Mondboden sicher erreicht, die
Treibstoffanzeige stand praktisch auf Leer. «Hallo, Eagle, wir atmen wieder», teilte der
Verbindungsmann den Mondfahrern mit.

Die zurückgekehrten Apollo 11 Astronauten, noch im Quarantänefahrzeug werden von ihren Frauen an der Ellington Air Force Base erwartet, 27. Juli 1969. (Bild: NASA /
NASA History Office and the NASA JSC Media Services Center.)
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Knapp drei Stunden Aufenthalt
Sechs Stunden später stieg Neil Armstrong aus der Landefähre aus. Kurze Zeit später betrat
auch Buzz Aldrin den Mondboden. Die beiden Astronauten hatten einige Aufgaben zu erfüllen.
So mussten Experimente wie der Sonnenwindkollektor, Seismometer, Laserreflektor etc.
aufgestellt und Bodenproben eingesammelt werden. Selbstverständlich durfte die
amerikanische Flagge nicht fehlen. Im Laufe ihres Aufenthaltes führten Armstrong und Aldrin
zudem ein aussergewöhnliches Telefongespräch: Der damalige Präsident Richard Nixon
beglückwünschte die beiden direkt aus dem Weissen Haus in Washington zu ihrer Leistung.
Nach 2 Stunden und 50 Minuten Aufenthalt auf der Mondoberfläche bestiegen die Astronauten
schliesslich wieder die Mondfähre und starteten Richtung Mondumlaufbahn, wo sie ihr Kollege
Michael Collins mit der Kommandokapsel erwartete.
Zurück auf der Erde, wurden die drei Astronauten pompös empfangen und als Nationalhelden
gefeiert.
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