Nach 1/10000 Sekunde nach dem Urknall wurde es mit einer Billion Grad zu kalt, als dass Nukleonen
(Protonen, Neutronen, Antiprotonen, Antineutronen)
noch spontan entstehen konnten. Die viel leichteren Leptonen (Elektron, Positron, und Neutrinos) konnten aber noch immer als Teilchen- Antiteilchenpaar gebildet werden. Etwa eine Sekunde nach dem Urknall wurde die Dichte im Weltall zu gering für die Neutrinos, sie stiessen nicht mehr miteinander oder mit anderen Teilchen zusammen. Aus dieser Zeit sollte noch ein dem Mikrowellenhintergrund analoges Strahlungsfeld aus Neutrinos existieren, dessen Beobachtung uns aber zur Zeit technisch überfordert. 10 Sekunden nach dem Urknall ging die Leptonenära bei etwa 5 Milliarden Grad zu Ende. Es entstanden keine weiteren Elektron - Positron, Neutrino - Antineutrino Paare.
Leuchtkraft
Als Leuchtkraft wird der Gesamtbetrag an abgestrahlter Leistung bezeichnet.
Für elektromagnetische
Strahlung kann auch der Begriff "absolute bolometrische Helligkeit" verwendet werden. Es ist aber zu beachten, dass die
Sterne
ein Teil ihrer Leistung nicht in Form von
EM-Strahlung
abstrahlen. Die Leuchtkraft von Sternen wird gerne im Vergleich zur Sonne angegeben, es gilt 1 Sonnenleuchtkraft = 3.826E+26 Watt = 383 Billionen Terawatt, wobei ein Terawatt eine Million Megawatt sind. Für Schweizer Bankiers: Die Sonne produziert pro Sekunde Energie im Wert von 10 Millionen Billionen Franken (bei einem Preis von 0.1 Fr. pro kWh).
Leuchtkraftklasse
Unterscheidung verschiedener Klassen von Sternen desselben Spektraltyps, aber verschiedener Leuchtkraft ( siehe HRD).
Libration
Als Libration bezeichnet man die Änderung der Orientierung der Mondoberfläche relativ zu einem irdischen Beobachter. Eigentlich ist der Mond gravitationsstabilisiert, er zeigt immer dieselbe Seite zur Erde. Da aber die Umlaufbewegung auf einer Ellipse um die Erde führt, geht der gleichmäßig um seine Achse rotierende Mond seiner weniger regelmäßigen Bewegung auf der Umlaufbahn etwas vor oder nach, so daß der Mond für einen Beobachter auf der Erde im Laufe eines Monats etwas hin und her wackelt. Aufgrund dieses Effektes sind insgesamt 59% des Mondes von der Erde einsehbar.
Lichtablenkung
Der Winkel von welchen der Weg eines Photons ("Lichtstrahl") vom geraden Weg durch ein Gravitationsfeld abgelenkt wird. Ein tangential an der Sonne vorbeiziehender Lichtstrahl wird um 1.75 Bogensekunden abgelenkt.
Lichtgeschwindigkeit
Die Lichtgeschwindigkeit beträgt nach Definition exakt 299'792'458 m/s, d.h. 7.5 x um die Erde in einer
Sekunde.
Lichtjahr
Das Lichtjahr ist die STRECKE (kein Zeitmass!), die das Licht im Vakuum in einem Jahr zurücklegt. Sie beträgt auf das siderische Jahr bezogen:
9'460'895'200'000 km oder 63'240 mal die Distanz Sonne - Erde. Die nächste
Sonne, Proxima Centauri, ist 4.3 Lichtjahre von uns entfernt. Siehe auch
Lichtgeschwindigkeit,
parsec.
Lichtlaufzeit
Als Lichtlaufzeit wird die Zeit bezeichnet, die das Licht benötigt, um von einem Himmelskörper zur Erde zu gelangen. In dieser Zeit bewegt sich der Himmelskörper etwas weiter. Dadurch ergibt sich ein Unterschied in der geometrischen Position und dem zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich beobachteten Ort.
Lichtverschmutzung
Die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen wie Strassenlampen oder Fassadenbeleuchtungen. Nicht nur die beobachtenden Astronomen werden dadurch beeinträchtigt und gestört sondern auch die Vögel.
Mehr dazu in einem ausfuehrlichen Aufsatz (HIER).
Linsenformel
Die Linsenformel sagt aus, daß
1/(Brennweite) = 1/(Gegenstandsweite) + 1/(Bildweite)
ist. In der Astronomie ist die Gegenstandsweite unendlich, so daß das Bild einen Sterns die Distanz der Brennweite von der Linse (Refraktor) oder vom Spiegel (Spiegelteleskop nach Newton) hat.