Eine T-Assoziation ist eine Gruppe von 10 - 400 T-Tauri Sternen
Sie treten immer in Zusammenhang mit Sternenstehungsgebieten auf.
T-Tauri-Stern
Sehr junger Stern, welcher sich durch heftige Materie-Auswürfe
bemerkbar macht.
Tag
Ein Tag ist ein Zeitintervall von 86400 SI Sekunden (Atomsekunden). Diese Definition ist losgelöst von der Rotation der Erde.
Tagbogen
Der Tagbogen ist die scheinbare Bahn eines Gestirns vom Aufgangspunkt bis zum Untergangspunkt.
Tägliche Aberration
Der zur stellaren Aberration analoge Begriff für die Drehung der
Erde um die eigene Achse anstelle der Bahnbewegung um die Sonne. Die durch die tägliche Aberration verursachte Positionsschwankung der Gestirne liegt bei wenigen Zehntel Bogensekunden. Sie ist am Äquator am stärksten und an den Polen gleich null. Siehe auch unter
Aberration.
Tägliche Parallaxe
Durch die tägliche Drehung der Erde bewegt sich der Beobachter.
Relativ erdnahe Objekte wie der Mond und Asteroiden zeigen deshalb täglich wiederkehrende Positionsschwankungen, die zur Entfernungsbestimmung verwendet werden können.
Tagundnachtgleiche
Wenn die Sonne senkrecht über dem Äquator steht, dauern Tag
und Nacht (fast) gleich lang. Dies ist zu Frühlingsanfang (21.3.)und Herbstanfang (ca. 21.9.) der Fall.
Teilchenstrahlung
Die Beobachtung von anderen Teilchen als den Photonen (Licht) gibt weitere Information über den Zustand astronomischer Objekte. Von der Sonne empfangen wir den Sonnenwind und die Neutrinos, die direkten Einblick in die Kernfusion im Inneren der Sonne erlauben. Aus den tiefen des Weltraums erreicht uns die kosmische Strahlung. Das ist ein relativistisch schneller Strom aus Atomkernen, Elektronen und Positronen. Natürlich sind auch Neutrinos dabei, deren Beobachtung, abgesehen von denen die von der Sonne kommen, aber nur einmal, nämlich bei der Supernova 1987A gelang. Gerade im Bereich der Neutrinoastronomie ist noch viel Neuland zu erobern. Beispielsweise sollte es eine der 3K-Strahlung analogen kosmischen Neutrino-Hintergrundstrahlung geben.
Tektite
Tektite sind kleine Glaskörper, die nur bei
Meteoriteneinschlägen entstehen können.
Temperatur
Zur Temperatur der Sterne siehe auch HRD.
Es wird zwischen den folgenden Temperaturbegriffen unterschieden:
Die effektive Temperatur wird über das Stefan-Boltzmann-Gesetz definiert. Es wird also nur die Grösse und die Strahlungsleistung betrachtet und daraus die Temperatur abgeleitet. Diese wird vereinfachend auch als Oberflächentemperatur bezeichnet. Die Farbtemperatur eines Stern ist die Temperatur eines schwarzen Körpers, der Licht mit der gleichen spektralen Intensitätsverteilung wie der Stern aussendet. Dabei wird meist nur ein mehr oder weniger eng begrenztes Wellenlängenband betrachtet, so dass die Farbtemperatur der Sonne im sichtbaren bei ca. 6000 K liegt, im fernen Infrarot bei 100 Mikrometern Wellenlänge nur 4700 K beträgt. Die kinetische Temperatur wird über die Bewegung der Gasatome nach der kinetischen Gastheorie definiert. Es gilt 3kT = m*v*v. k = Boltzmannkonstante, m*v*v mittlere kinetische Energie der Teilchen und T ist die (kinetische) Temperatur.
Terminator
Der Terminator ist die Grenze zwischen der sonnenbeleuchteten und der dunklen Seite eines Planeten oder Mondes. Er ist also die Grenze zwischen Tag und Nacht.
Terrestrische Linien
Terrestrische Linien sind meistens Absorptionslinien im Spektrum eines Himmelskörpers, die dem Spektrum durch die Erdatmosphäre aufgeprägt werden. So ist es schwierig, vom Erdboden aus Wasserdampf in den Atmosphären der Planeten zu finden, da das Wasserdampfspektrum der Erdatmosphäre immer mit gemessen wird. Das Problem kann durch Beobachtung von Satelliten aus umgangen werden.
Thermische Strahlung
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts weiss man, dass jeder Körper
Licht (im allgemeinen Sinne) abstrahlt. Die abgestrahlte Leistung kann nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz berechnet werden, die Wellenlänge des Maximums der glockenartigen breiten Verteilung ergibt sich aus dem Wienschen Verschiebungsgesetz. Die spektrale Verteilung wird durch das
Plancksche Strahlungsgesetz beschrieben, das den historischen Einstieg in die Quantenmechanik darstellte. Die im Weltall vorkommende thermische Strahlung reicht von harter Röntgenstrahlung (Akkretionsscheibe, Neutronenstern) über die Photosphäre, die uns das Tageslicht spendet, dem Treibhauseffekt der Planeten, den kalten, im fernen Infrarot leuchtenden interstellaren Staubwolken, bis zur 2.7 K kalten kosmischen Hintergrundstrahlung.
Tierkreis
Der Tierkreis ist ein Streifen von ca. 8° Breite zu beiden Seiten der Ekliptik, in dem sich die Sonne, der Mond und die Planeten (ausser Pluto) aufhalten. Der Tierkreis ist in zwölf gleich grosse Abschnitte unterteilt, die nach zwölf Sternbildern (Tierkreiszeichen) benannt sind.
Titan
Titan ist der grösste Saturnmond und der zweitgrösste
Mond im
Sonnensystem.
Mit 5150 km im Durchmesser übertrifft er die Planeten
Merkur und Pluto.
Seine aus Stickstoff (82%), Argon (ca. 10%) und Methan (6%) bestehende Atmosphäre hat an der Titanoberfläche einen Druck von 1600 hPa (1.6x Normaldruck in Meereshöhe). Unter den rötlichen Aerosolschichten, die im sichtbaren Licht den Blick auf die Oberfläche des Titan verwehren, befindet sich eine Oberfläche aus Wassereis, die möglicherweise ganz, wahrscheinlich aber nur teilweise von flüssigem Methan bedeckt ist.
Transit
In der Astronomie spricht man von einem Transit, wenn entweder Merkur oder Venus als schwarzer Punkt vor der Sonnenscheibe steht. Auf unseren Finsternisseiten gibt es mehr Informationen zu diesen seltenen Phänomenen.
Ein Objekt überquert aufgrund der Rotation der Erde und seiner Eigenbewegung den Meridian des Beobachters. Dies im Unterschied zur Kulmination, die die Passage des höchsten Punktes der täglichen Bahn eines Objekts bezeichnet. Die Zeitpunkte von Transit und Kulmination können bei der Sonne um mehrere Sekunden, beim Mond mehrere Minuten auseinander liegen.
Transit bezeichnet auch den Vorübergang eines Objekts vor einem anderen Objekt, das über eine grössere scheinbare Ausdehnung verfügt. Im Speziellen sind die Transite von Venus und Merkur vor der Sonne interessant, aber auch die Verübergänge der Jupitermonde vor der Planetenscheibe des Jupiters.
In unseren Artikeln zum Thema können Sie mehr erfahren:
Salopp gesagt versteht man darunter hypothetische Planeten, die längere Umlaufzeiten um die Sonne haben als Pluto. Bis jetzt haben die Sucher nach einem Planeten jenseits des Plutos eine beträchtliche Anzahl nur wenige hundert km grosser Brocken gefunden. Ein Planet grösser als Pluto ist aber sehr unwahrscheinlich, da insbesondere die Vermessung der Bahnen der Raumsonden Pioneer und Voyager keine Gravitationsstörungen eines unbekannten, grossen Körpers aufweisen.
Tropischer Monat
Der tropische Monat ist die Zeitspanne, die der Mond auf seiner Wanderung um den Zodiakus braucht, um von
Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt zu gelangen . Da der Frühlingspunkt sich rückwärz entlang der Ekliptik bewegt,
kommt er der Sonne etwas entgegen. Deshalb dauert der tropische Monat nur 27 Tage 7 Stunden 43 Minuten und 5 Sekunden
und somit etwas weniger lang als der siderische Monat.
Tropisches Jahr
Das tropische Jahr ist geozentrisch gesehen die Zeitspanne,
die die Sonne auf ihrer Wanderung um den Zodiakus braucht, um von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt zu gelangen .
Da der Frühlingspunkt sich rückwärz entlang der Ekliptik bewegt, kommt er der Sonne etwas entgegen. Deshalb dauert
das tropische Jahr dauert 365 Tage 5 Stunden 48 Minuten und 45 Sekunden und somit etwas weniger lang als das siderische
Jahr.
Die unterste Schicht der Erdatmosphäre bis in ca. 15 km Höhe
heisst Troposphäre. In ihr nimmt die Temperatur mit der Höhe
ab, wenn auch nicht immer monoton. In ihr spielt sich das Wetter ab.
Tunguska-Ereignis
Es handelte sich dabei um eine durch den Einschlag eines kosmischen Körpers verursachte Katastrophe am 30.6.1908 in Sibirien am Oberlauf der steinigen Tunguska. Nach dem heutigen Stand der Forschung ist als einschlagender Körper ein Steinbrocken von etwa 70m Grösse, der in 8 km Höhe explodierte, die wahrscheinlichste Ursache. Mehr darüber unter
"Impact".