Die Venus hat jeder schon einmal als strahlend leuchtender Stern am
Abendhimmel gesehen. Venus umkreist die Sonne zwischen Merkur und Erde. Venus ist fast so gross wie unsere Heimatwelt. Jedoch ist der Treibhauseffekt auf ihr ausser Kontrolle geraten. Nach dem Verschwinden ihrer Urozeane, falls diese überhaupt je existiert haben, gab es keine Senke mehr für das von den Vulkanen freigesetzte Kohlendioxyd CO2. Die inzwischen auf 90 Bar Bodendruck angewachsene CO2 Atmosphäre hält die Temperatur an der Venusoberfläche auf etwa 500 Grad. Eine dicke Wolkenschicht in 50 bis 70 km Höhe verhindert jeden Blick auf die Oberfläche. Erst Radarabtastung von der Erde und vorallem vom Venussatelliten Magellan zeigten Kontinente und Tiefebenen.
Venus zeigt im Fernrohr Phasen wie der Mond. Steht sie fast zwischen uns und der Sonne, so sieht man eine schmale, grosse Sichel. Wenn sie mehr oder weniger jenseits der Sonne ist, so ist sie klein und voll. Nur mit extremen Violettfiltern soll man manchmal Strukturen in den Wolken erkennen können, sonst bleibt Venus weiss und ohne erkennbare Details.
Für gewisse Typen Veränderlicher (RR-Lyrae-, Delta-Cephei,
W-Virginis) existiert eine sehr genau definierte Beziehung zwischen der Periode ihres Lichtwechsels und ihrer absoluten Helligkeit. Da die scheinbare Helligkeit messbar und die tatsächliche Leuchtkraft berechenbar ist, kann man so auf die Distanz schliessen.
Veränderlicher
Ein Stern, der seine Helligkeit periodisch oder aperiodisch ändert,
heisst veränderlicher Stern.
Der Virialsatz besagt, dass im Gleichgewicht ein Stern oder eine interstellare Gaswolke stets die Bedingung erfüllt, dass die kinetische Energie (z.B. temperaturbedingte Teilchenbewegung) stets doppelt so gross ist, wie die potentielle Energie.
Vorhauptreihenstern
Es handelt sich dabei um einen Stern , der
gerade aus einer interstellaren Gaswolke entsteht. Er befindet sich noch nicht im Gleichgewicht und bewegt sich im HRD
von links nach rechts. Zuerst nimmt seine Leuchtkraft ab um dann wieder anzusteigen. Der Vorhauptreihestern bezieht seine Energie durch Zusammenziehen aus der Schwerkraft. Erst kurz vor Erreichen der Hauptreihe zündet die Kernfusion im Inneren.
Vorübergang
Unter einem Vorübergang versteht der Astronom das Erscheinen eines Planeten als schwarzer Punkt vor der Sonnenscheibe. Dies tritt dann ein, wenn ein innerhalb der Erdbahn kreisender Planet (also Merkur und Venus) genau zwischen uns und der Sonne steht. Es handelt sich also um eine Art ringförmige Sonnenfinsternis. Zur Beobachtung des in der Regel ein paar Stunden dauernden Phänomens ist ein Fernrohr (MIT ENSPRECHENDEN SONNENFILTERN AUSGESTATTET) empfehlenswert, obwohl erfahrene Sonnenbeobachter behaupten, sie hätten das winzige Merkurscheibchen als schwarzes Pünktchen von blossem Auge vor der Sonne erkennen können.
Die nächsten von Europa aus beobachtbaren Merkurvorübergänge finden am
7. Mai 2003, 9. Mai 2016, 11 November 2019 und am 7. November 2032 statt.
Siehe auch: Aufsätze zum Thema.
Venusvorübergänge sind sehr seltene Ereignisse. Sie folgen einander in Intervallen von 8, 105.5, 8, 121.5, 8, 105.5, 8, 121.5, .. Jahren. Der letzte Venusvorübergang fand am 6. Dezember 1882 statt, das nächste Mal wird Venus am 8. Juni 2004 vor der Sonne stehen.
Von Mars aus gesehen gibt es etwa einmal pro Jahrhundert ein Erde und Mond Vorübergang. Vielleicht werden in fernerer Zukunft auch einmal Erdvorübergänge bestaunt werden können.
In unseren Artikeln zum Thema können Sie mehr erfahren: