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Von Stefan, 22. Juni 2005 (sir.raven@gmx.de)
Zuerst habe ich den Lattenrost gebaut. Im Baumarkt gehobelte Dachlatten besorgt (22 * 44 Millimeter, 3 Meter lang) und dort direkt zuschneiden lassen. Mein Lattenrost war auf 3 * 3 Meter zugeschnitten, die Hartfaserplatten stehen also am Rand jeweils 15 Zentimeter über (das ist für den Lichtschlauch).
Die Latten vom Rost habe ich so gesetzt, dass die Plattenränder jeweils auf dem 44 Millimeter zusammenstoßen, jede Platte hat also sozusagen 22 Millimeter Platz zum Festschrauben. Zusätzlich dazu habe ich noch in der Mitte jeder Platte eine Querstrebe drin, an der die Platte zusätzlich angeschraubt wird, damit sie nicht durchhängt (jede Platte wird also an den Rändern und in der Mitte angeschraubt).
Den Lattenrost selbst habe ich in 3 Teilen vorbereitet, ein Mittelteil und 2 Seitenteile. Das Ganze war ja als Geburtstagsüberraschung gedacht und musste sich schnell an der Decke montieren lassen, also habe ich versucht soviel Vorarbeit wie möglich zu leisten. Außerdem braucht man so weniger Löcher in der Decke um den Lattenrost festzuschrauben.
Beim Festlegen der Größe nicht vergessen, dass man die Einzelteile auch in das Zimmer bekommen muss (Treppenhaus, Tür etc). Ich hatte den Lattenrost im Keller montiert und wir kamen nicht durchs Treppenhaus, sondern mussten die drei Lattenrostteile durch den Garten über die Terrasse in die Wohnung schaffen.
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Das rechte Seitenteil muss man sich entsprechend dem linken Seitenteil auf der Skizze dazu denken. Die einzelnen Lattenteile habe ich mit Holzdübeln und Holzleim verbunden (dazu braucht man eine Bohrschablone ansonsten wird es nicht passend), außerdem noch zwischen den Holzdübeln (zwei pro Verbindung) eine Schraube rein damit der Lattenrost stabil ist und sich nicht verzieht oder verdreht.
Die Seitenteile sind zum Mittelteil hin offen, an den Enden der Seitenteile habe ich Holzdübel und in der Mitte entsprechend Löcher verwendet. Die Löcher für die Deckenmontage: je 3 pro Seitenteil in der 3 Meter Latte (oben, mitte, unten) und 6 im Mittelteil (jeweils oben, mitte, unten in den 3 Meter Latten) mit 6mm bohren, dann noch mal kurz mit einem 10mm draufhalten damit sich die Schrauben später versenken.
Vor der Montage des Lattenrosts am besten ausprobieren ob und wie gut die Seitenteile an das Mittelteil passen, eventuelle Unebenheiten oder Kanten wegschleifen damit die Platten plan aufliegen können.
Zeitaufwand für den Lattenrost ca. 2 Nachmittage.
Zuerst werden die Löcher für die Befestigungsschrauben in die Platten gebohrt. Dazu habe ich mir aus einer flachen Holzleiste eine 110cm lange Schablone mit den Bohrlöchern gemacht. Ich hatte als Abstand für die Löcher ca. 15,4 cm genommen, mit je 1 cm Abstand oben und unten bin ich so mit 8 Schrauben auf die Plattenlänge von 110 cm gekommen. Die Platten durchnummerieren, denn wenn sie erstmal gebohrt sind, dann haben sie ihren festen Platz. Die Schablone mit Schraubzwingen auf der Platte befestigen und mit 4mm Bohrer vorsichtig (Hartfaserplatten reißen leicht aus) bohren. Ich habe immer von der Kunststoffseite her gebohrt, wenn es mal ausreißt oder ausfranst dann eben an der Seite die man später nicht sieht.
Vorsicht bei den Randplatten, die stehen ja 15cm über, das letzte Loch darf hier also nicht gebohrt werden. Die Mittelbohrung in der richtigen Richtung nicht vergessen (am besten man legt sich die Platten immer in derselben Ausrichtung auf den Tisch).
Wer faul ist, legt die Platten aufeinander (z.B. links oben und rechts oben, dann aber die weißen Seiten zusammenlegen), da diese ja spiegelverkehrt sind, so kann man zwei Platten auf einmal bohren.
Bohrt man mal ein Lock zuviel so ist das nicht so tragisch, ein Stern draufgeklebt und weg ist es, aber zu oft sollte man das nicht machen da sonst ein regelmäßiges Sternenmuster entsteht.
Zeitaufwand für das Bohren der Platten ca. 2 - 3 Stunden.
Dann werden die Sterne geklebt. Dazu muss man diese erstmal aus der Folie ausschneiden. Ich habe Kreise genommen und mich für 4 verschiedene Größen (Durchmesser) entschieden: 5mm, 10mm, 15mm, 20mm.
Mein erster Versuch die Sterne mit einem Schneidezirkel aus der Folie auszuschneiden schlug fehl, die Folie ist zu dick und der Zirkel zu labil (so man denn einen findet der so kleine Kreise von 5mm Durchmesser ausschneiden kann). Man muss beim Schneiden so viel Druck ausüben um durch die dicke Folie zu kommen, dass der Kreis dann eher konzentrisch wird.
Es bleiben also nur Stanzeisen, die es im gut sortieren Baumarkt für nicht allzu viel Euros gibt. Ich wollte mir das kleine Stanzeisen sparen und dachte, die 5mm Löcher auch mit dem normalen Bürolocher machen zu können. Das geht auch, bloß sieht man nicht genau wo man die Löcher setzt und wenn man die Sterne eng and eng ausstanzen will, dann geht das mit dem Bürolocher definitiv nicht.
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Am besten man locht ein paar Sterne auf Vorrat, wenig große, viele kleine Sterne. Beim Lochen aufpassen, dass man fest genug mit dem Hammer auf das Stanzeisen schlägt um auch die dünne Schutzfolie, die auf der Klebeseite ist, mit durchzulochen. Ansonsten zieht man den Stern bereits von der Folie ab wenn man das Stanzeisen hochhebt, und dann klebt er mit dem nächsten Stern den man ausstanzt zusammen. Ich habe ein altes Brett als Unterlage verwendet, das ging gut und macht der Schärfe der Stanzeisen nichts.
Vor dem Kleben der Sterne am besten den Übersichtsplan nehmen und dort markieren was auf welcher Platte sein soll. Wichtig dabei ist, dass man sich den Sternenhimmel an der Decke vorstellt und nicht in der Draufsicht (das ist 180 Grad gedreht). Ich habe den Sternenhimmel so gedreht, dass der große Wagen genau über der Bettseite meiner Frau ist. Die Platten auch so markieren, dass man weiß ob sie rechts oder links liegen (am besten die angrenzenden Plattennummern mit eintragen), dieses Drehen im Kopf zwischen Draufsicht und Deckenansicht kann manchmal schon verwirrend sein, und nichts ist schlimmer als am Ende festzustellen das alles spiegelverkehrt ist...
Die Platte vor dem Bekleben mit einem feuchten Tuch abwischen und gut abtrocknen, sie sollte trocken, staub- und fettfrei sein. Auch die Finger waschen, denn fettige Abdrücke auf der weißen Platte machen sich nicht so gut.
Für das Übertragen der Papiervorlage auf die Platte habe ich keine gute Lösung gefunden. Ich bin so vorgegangen, dass ich das erste Blatt der Papiervorlage bündig mit Wäscheklammern an einer Seite der Platte festgemacht habe. Dann einen Stern genommen, Schutzfolie abgezogen, den Punkt wo der Stern hin soll mit den Augen fixiert, dann die Papiervorlage hochgehoben und den Stern an diesen Punkt geklebt. Das Auge ist so träge dass es den Punkt immer noch sieht, selbst wenn man die Papiervorlage entfernt hat. Papiervorlage wieder hingelegt, nächsten Stern genommen, Schutzfolie abgezogen, und so weiter. Mit der Zeit geht das recht flott.
Wenn ein Blatt der Papiervorlage fertig geklebt war, dann habe ich das nächste Blatt der Vorlage daran angeklebt (das Posterdruckprogramm druckt Kleberänder mit) und dann die Sterne dieses Blatts geklebt und so weiter.
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Wenn ich mit einem so zusammengeklebten Vorlagenstreifen am Ende der Platte angekommen war, dann habe ich das erste Blatt des nächsten Streifens oben neben dem ersten Blatt wieder mit Wäscheklammern befestigt und mich dann wieder blattweise nach unten vorgearbeitet.
Natürlich kann man dieses Blatt auch an den ersten Streifen ankleben, aber dann muss man mehr Material (bzw. eine größere Fläche Papier) hochheben wenn man die Sterne klebt, und man kommt schlechter an die Stelle ran wo der Stern hin soll. Daher habe ich die Vorlagenblätter nur streifenweise zusammengeklebt und mit Wäscheklammern fixiert.
Ist die Platte fertig, dann hat man an zwei Seiten überstehende Vorlagenblätter (da die Platten kein Vielfaches der Blattgröße sind) die ja auf die nächste Platte gehören. Ich habe mit Schraubzwingen ein Brett auf den Plattenrand inklusive der noch darauf liegenden Vorlagenstreifen geschraubt und mit einem Federmesser den überstehenden Vorlagenteil abgeschnitten. Vorher darauf achten, dass sowohl die bereits geklebten Streifen als auch die abgeschnittenen Teile noch eine Nummerierung tragen, damit man später weiß wohin sie gehören. Zum Teil wird die Nummerierung durch das Aneinanderkleben der Vorlagenblätter überklebt und man weiß ja nie ob man die Vorlage noch mal auflegen muss.
Welche Größe man für welchen Stern verwendet kriegt man schnell raus, am besten man schaut sich erstmal die größten Sterne an, das sind dann eben die 20mm Durchmesser, den Rest teilt man dann in die verbliebenen 3 Größen ein. Oder man macht sich einen kleinen Referenzzettel mit den Größen, damit man auf jeder Platte dieselben Größen verwendet.
Wenn ich nicht genau wusste welche Größe ich nehmen sollte, dann habe ich – wenn es sich um ein Sternenbild handelte – den größeren Stern genommen, ansonsten den kleineren. Dadurch kommen die Sternenbilder etwas besser raus.
Am mühsamsten sind die vielen kleinen Sterne, die 5mm Dinger, besonders wenn man so „dicke“ Finger hat wie ich. Allein das Abpulen der Schutzfolie auf der Rückseite ist schon sehr mühsam, denn oft sind Vorder- und Rückseite der Folie schlecht zu unterscheiden (Tipp: gutes Licht und die Rückseite der Folie vor dem Stanzen schwach mit einem Buntstift oder ähnlichem schraffieren). Aber die Mühe lohnt sich. Die vielen kleinen Sterne geben später dem fertigen Sternenhimmel die besondere Note, nicht die wenigen großen Sterne. Daher unbedingt die kleinen Sterne kleben!
Für meinen 3,30m * 3,30m großen Sternenhimmel hat übrigens 1 DIN A3 Blatt Leuchtfolie gereicht. Wenn man den fertigen Himmel sieht ist das relativ unvorstellbar, denn es sieht nach viel mehr aus. Tatsächlich ist aber noch nicht mal 1% der Fläche beklebt.
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Der Zeitaufwand pro Platte lag etwa zwischen 3 und 6 Stunden, je nachdem wie viele Sterne zu kleben waren.
Bei Ebay habe ich einen 12 Meter langen weißen Lichtschlauch inklusive Anschlussset und Krokodilklemmen gekauft. Die Krokodilklemmen werden auf die Außenseite des Lattenrahmens geschraubt (das geht jetzt einfacher, später an der Decke ist nicht genug Platz um komfortabel schrauben zu können). Der Deckenstromanschluss lag bei mir in der Mitte des Lattenrosts, ich musste also noch die Querstreben durchbohren, damit ich dort ein Stromkabel zum Rand – wo der Lichtschlauch angeschlossen wird - durchlegen konnte.
Die Bohrschablone der Platten verwenden, um zu verhindern, dass die Löcher für das Stromkabel unter einem solchen Schraubloch für eine Platte liegen, es wäre ärgerlich wenn man beim Montieren der Platte in das Kabel schraubt.
Weiterhin habe ich im Baumarkt noch einen 500 Watt Halogenstrahler gekauft um den Sternenhimmel mit dem notwendigen Licht zu versorgen (falls das Tageslicht zum „Aufladen“ nicht ausreicht, denn die Leuchtfolie kann ja nur wiedergeben was sie selbst an Licht aufgenommen hat).
Da die Folie auch unter UV Licht „mehr“ leuchten sollte habe ich bei Conrad Elektronik eine UV Lampe (Neon Röhre) als „Notlösung“ besorgt, falls die Sterne nicht genug leuchten (dies erwies sich als vollkommen unnötige Ausgabe). Die Glühbirnen, die einem als UV Lampen angedreht werden, kann man getrost vergessen, der Anteil an UV Licht, die diese Dinger abstrahlen, ist so gering, dass man kaum etwas sieht.
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